P-P-Pitch

22.02.2021 – 11 Uhr

Eine Viertelstunde vor dem Termin tanze ich mich locker. Singe mir die Seele aus dem Hals. Wärme die Stimme auf. Schmeiße die Aufregung von Board.

Um 10:59 Uhr logge ich mich in das Zoom-Meeting ein und warte weitere zwanzig Minuten, bis es los geht.

Eine Entschuldigung für die schlechte Zeitplanung, die Dame der IHK OWL stellt kurz und knapp die Jury vor, dann geht es direkt los.

5 Minuten Pitchzeit,
20min Nachfragen

Den Pitch habe ich unzählige Male (mit Zeitmessung) vor mit selbst und FreundInnen geübt. Auch die Fragerunde haben wir simuliert und doch kommts dann alles anders, als man es sich gedacht hat 😉
Die großen Nachfragen zur Finanzplanung bleiben, zu meiner Erleichterung, aus. Im Pitch kam diese Planung nämlich nur sehr spärlich vor.

Dennoch waren die Fragen nicht ohne:

Wie begründen Sie das Wachstum von Jahr 1 auf Jahr 2? Mit der Erschließung verschiedener Vertriebskanäle oder dem Einfügen des Geschäfts in bestehende Fachnetzwerke?
Sie erwähnen im Ideenpapier Fortbildungen. Wie wollen Sie sich weiterbilden, welche Möglichkeiten gibt es und wie begründen Sie Ihre Entscheidungen?
Wie machen Sie das Angebot auch älteren, nicht internet-affinen Personengruppen zugänglich?
In einem akuten Trauerfall wird man keine Kapazitäten haben, um sich auf Dienstleistenden Suche zu begeben – wie kommen die Menschen dann auf Sie?
Streben Sie auch Partnerschaften mit TherapeutInnen an, wenn ja, inwiefern?

Direkt im Anschluss verließ ich dann den Raum und die Jury zog sich nochmals für 20 Minuten zur Beratung zurück.

„Wir freuen uns sehr Ihnen die Empfehlung für das Gründungsstipendium aussprechen zu dürfen.“

Die Jury sieht einen hohen Innovationsgrad in meiner Idee. Es kann mit ihr gelingen, den Markt aufzufrischen und extrem zu bereichern. Eben das sieht sie aber auch als Herausforderung: den Markt zu erschließen, die Zielgruppe schnell und breit zu erreichen. Dafür sind vielfältige Kooperationen notwendig, die passenden Kanäle müssen gefunden werden.

Das trauen wir Ihnen aber, so wie sie aufgestellt sind, zu.

12 Punkte

10 von möglichen 15 Punkte waren notwendig, um die Empfehlung der Jury zu bekommen. Und ich wusste, dass alleine das schon eine große Herausforderung werden würde.

Am Nachmittag erklärte mir Stefanie vom CFE die Bewertung noch einmal im Detail. Da wurde mir erst einmal (auch in Relation) bewusst, was ich da erreicht hatte:
Es sei sehr selten, dass eine Gründung 12 Punkte erreichen würde. Ich sei die zweite nicht-technische Gründung, die in Bielefeld die volle Punktzahl im Bereich der Innovativität erreicht hat und die erste Einzelgründerin mit voller Punktzahl im Bereich der Gründungspersönlichkeit bzw. des Gründungsteams.

Ja, ich bin stolz.

Für die absolut-vollständige Freude fehlt nun noch die Bestätigung auf dem Papier. Der Stipendien-Antrag ist eingereicht. Nun heißt es: Warten.

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